BIK-Fräße

Spezialgeräteträger mit Grabenfräse Kooperation Abteilung 9 Straßen und Brücken und Breitbandinitiative Kärnten

Die Verlegung von Lichtwellenleiterkabeln zur Anbindung an das Hochleistungsdatennetz ist für das Land Kärnten im Jahr 2020 ein vorrangiges Ziel. Um dies effizient und kostengünstig umzusetzen wurde ein bislang einmaliges Verlegesystem entwickelt.

Es handelt sich hierbei um einen speziell entwickelten Unimog Geräteträger welcher mit einem Wechselsystem ausgestattet wurde, damit kann in einfacher Weise einerseits eine Hochleistungsgrabenfräse als auch ein Salzstreugerät für den Winterdienst aufgebaut werden. Die Grabenfräse ist eine bislang einmalige Konstruktion, welcher von Mitarbeitern der Abteilung 9 gemeinsam mit der Herstellerfirma Werner entwickelt wurde. Dieses Gerät ist zwischenzeitlich umfangreich getestet und wurde am 22.7.2020 offiziell der Breitbandinitiative Kärnten (BIK) zur Verwendung übergeben.

2020-07-22 LRG Pressegespräch BIK-Fräse ((c) LR Gruber_Taltavull).jpg


Verlegungsmethode:

Im ersten Arbeitsgang wird die Künette für die Verlegung der Lichtwellenleiterkabel in einer Tiefe von rd. 80 cm gefräst, das Kabel verlegt und danach mittels einem hydraulisch gesteuerten Pflug mit dem Erdreich wieder verfüllt. Nach diesem Arbeitsgang wird die Kabelrolle abgesetzt und mittels dem angebauten Verdichterrad wird die Künette endgültig verschlossen. Es können mit dieser innovativen Methode bis zu 500 lfm Lichtwellenleiter bei idealen Bedingungen verlegt werden.


Während der Wintermonate kann die Grabenfräse sehr einfach abgesetzt werden und steht der Unimog damit für Winterdiensteinsätze zur Verfügung. Dies stellt somit eine ideale Kombination der verschiedenen Aufgaben für den Unimog Geräteträger dar und wurden die Anschaffungskosten des Unimog zwischen der Abteilung 9 und der BIK dementsprechend geteilt (50/50). Die Gesamtkosten für den Unimog - Geräteträger und die Grabenfräse samt Verdichterrad und Absetzstativ beliefen sich auf rd. 450.000.- EURO.


Geplant sind im Jahr 2020 Netzanbindungen im Bereich Görtschitztal, Lieser- und Maltatal.


Durch diese innovative Gerätentwicklung und Kooperation konnte das Land Kärnten die Zielsetzung einer sparsamen und zweckmäßigen Mittelverwendung wieder erneut unter Beweis stellen.

202-06-04_BIK-Fräße.jpg